Junge Ideen für das Zukunftszentrum

In der Stadt Halle (Saale) denken Jugendliche über die Zukunft nach und bringen frische Ideen für das “Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation” ein. Bei einem Jugend-Hearing, zu dem die Stadtverwaltung und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) in die Franckeschen Stiftungen eingeladen hatten, trafen sich etwa 40 junge Menschen, um ihre Vorstellungen zu teilen.

Gruppe Jugendlicher stehen vor Tafeln zum Zukunftszentrum
Foto: Stadt Halle, Thomas Ziegler
Vielfältige Wünsche für Begegnung und Austausch

Die Jugendlichen wünschen sich ein “Zukunftszentrum”, das mehr ist als nur ein Ort. Sie träumen von einem Begegnungs- und Bibliothekscafé, in dem sie sich austauschen können. Hier soll es nicht nur um Bücher gehen, sondern auch um das Teilen von Lebenserfahrungen zwischen den Generationen. Es sollen Mitmachbereiche entstehen, die dazu dienen, Alltagskompetenzen zu entwickeln. Zudem steht jugendgerechte Drogenaufklärung auf ihrer Wunschliste, ebenso wie verschiedene Sport- und Kreativbereiche.

Kreativer Gedankenaustausch in freundlicher Atmosphäre

Laut Mirko Petrick, dem Kinder- und Jugendbeauftragten der Stadt Halle (Saale), verlief das Jugend-Hearing in einer besonders wertschätzenden Atmosphäre. Etwa 40 junge Köpfe kamen zusammen und tauschten Gedanken aus. In kleinen Gruppen wurden insgesamt 13 Projektideen diskutiert und erarbeitet. Dieser kreative Gedankenaustausch fand in einem freundlichen Rahmen statt.

Projektideen auf dem Weg zur Umsetzung
Die erarbeiteten Projektideen sollen nicht nur Ideen bleiben, sondern den Weg in die Realität finden. Am 10. Januar 2024 werden sie dem Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland, Carsten Schneider, übergeben. Das Ziel ist es, die Ideen in den nächsten Monaten weiterzuentwickeln. Die Jugendlichen hoffen, dass ihre Vorstellungen zahlreich im “Zukunftszentrum” umgesetzt werden und so einen positiven Einfluss auf die Zukunft haben.
 
Was war gleich das “Zukunftszentrum”?
Hintergrund des Engagements der Jugendlichen ist der Beschluss des Kabinetts vom 1. März 2023, Halle (Saale) als künftigen Standort des “Zukunftszentrums für Deutsche Einheit und Europäische Transformation” zu benennen. Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen stellt insgesamt 200 Millionen Euro für die Investitionskosten des Baus bereit. Für das Jahr 2024 plant die Bundesregierung einen internationalen Architekturwettbewerb für das Gebäude, das am Riebeckplatz entstehen soll. Zusätzlich wird eine Trägergesellschaft gegründet. Die Baufertigstellung des Gebäudekomplexes ist für 2028 vorgesehen, die Inbetriebnahme wird voraussichtlich im Jahr 2029 erfolgen.